VeriBark heißt jetzt FaunaVera. Gleiche Wissenschaft. Jetzt 7 Tierarten.
Tierarten / Hunde

Körpersprachedes Hundes.

Ein geselliger Begleiter, der seit 15.000 Jahren lernt, uns zu lesen. Jetzt bist du dran, ihn zu lesen.

106Erfasste Signale
91Wissenschaftlich fundierte Quellen
260Einzigartige Szenarien
Ein Hund
Zuerst das Tier

Wer der Hund ist.

Hunde leben seit mindestens 15.000 Jahren an der Seite des Menschen, und das merkt man. Sie beobachten unsere Gesichter, folgen unserem Zeigefinger und haben sogar einen kleinen Augenbrauenmuskel entwickelt, der den berühmten Hundeblick möglich macht.

Aber Hunde sprechen immer noch Hund. Das meiste, was sie sagen, steckt in ihrem Körper, und meist zeigen sie dir lange, wie sie sich fühlen, bevor sie danach handeln.

Worauf FaunaVera achtet

Die Signale, die wir lesen.

Einige der Kanäle, die FaunaVera in jedem Hundevideo sieht und hört, gemeinsam mit dem Kontext gewichtet und mit einem hundespezifischen Ethogramm abgeglichen.

Körperhaltung

Das zuverlässigste Signal eines Hundes – und das am schwersten vorzutäuschende.

Zum BeispielEin lockerer Körper mit gleichmäßig verteiltem Gewicht bedeutet meist einen entspannten Hund. Ein Hund, der plötzlich steif wird, das Gewicht nach vorn, ist angespannt und kurz davor zu knurren oder zu schnappen.

Schwanz

Höhe, Steifheit und Tempo sind viel wichtiger als die Frage, ob er wedelt.

Zum BeispielWedeln bedeutet, dass der Hund erregt ist, nicht unbedingt glücklich. Ein lockeres, ausladendes Wedeln auf mittlerer Höhe ist meist freundlich; ein hohes, steifes, schnelles Schlagen kann eine Warnung sein.

Ohren

Stellung und Bewegung, gemessen an dem, was für die Rasse normal ist.

Zum BeispielFlach nach hinten angelegte Ohren bedeuten oft Angst oder Beschwichtigung. Nach vorn gespitzte Ohren zeigen, dass der Hund auf etwas aufmerksam ist.

Augen

Weichheit, Blickrichtung und wie viel Weiß zu sehen ist.

Zum BeispielWalauge – wenn das Weiße sichtbar wird, weil der Hund den Kopf abwendet, aber etwas weiter beobachtet – bedeutet oft, dass er sich unwohl fühlt.

Maul

Anspannung, Lecken über die Lefzen und Gähnen, das nichts mit Müdigkeit zu tun hat.

Zum BeispielEin kurzes Lecken über die Lefzen oder ein Gähnen, wenn kein Futter in der Nähe und der Hund nicht müde ist, ist oft ein Zeichen für leichten Stress.

Stimme

Bellen, Knurren und Winseln, immer zusammen mit dem Körper gelesen.

Zum BeispielAußerhalb des Spiels ist Knurren eine Warnung, kein schlechtes Benehmen: Der Hund sagt dir, dass etwas aufhören soll.

Schon gewusst?

Hunde wedeln tendenziell etwas mehr nach rechts, wenn sie etwas sehen, das ihnen gefällt, und mehr nach links, wenn sie etwas beunruhigt.

Häufige Missverständnisse
  • „Ein wedelnder Schwanz heißt, der Hund ist glücklich.“Wedeln bedeutet, dass der Hund emotional erregt ist. Ein lockeres, ausladendes Wedeln ist freundlich; ein steifes, hohes kann eine Warnung sein.
  • „Dieser schuldbewusste Blick heißt, er weiß, dass er etwas falsch gemacht hat.“Ein gesenkter Kopf, abgewandte Augen und Lecken über die Lefzen sind Beschwichtigung – eine Reaktion auf deinen Tonfall und deine Körpersprache im Moment, kein Schuldgefühl wegen der Vergangenheit.
  • „Knurren ist schlechtes Benehmen, das korrigiert werden muss.“Knurren ist eine wichtige Warnung. Wer es bestraft, bringt einem Hund bei, die Warnung zu überspringen – nicht, sich nicht mehr unwohl zu fühlen.
Im Umgang mit einem Hund

Lass den Hund zu dir kommen, halte deine Hände tief und kraule lieber die Brust als den Kopf von oben. Lehnt er sich an dich, mach weiter. Schaut er weg oder leckt sich über die Lefzen, gib ihm Raum.

Woher das Wissen stammt

Einige der Studien.

Das Hunde-Ethogramm von FaunaVera stützt sich auf 91 wissenschaftlich fundierte Quellen. Dies sind die wichtigsten Rahmenwerke und Quellen, auf denen es aufbaut.

  1. Dog Facial Action Coding System (DogFACS). Objektive Kodierung von Gesichtsbewegungen bei Haushunden. Lesen
  2. Canine Behavioral Assessment & Research Questionnaire (C-BARQ). Ein validiertes Verfahren der University of Pennsylvania zur Verhaltensbeurteilung. Lesen
  3. Family Dog Project am Institut für Ethologie der ELTE. Forschung zu Verhalten, Kognition und Kommunikation von Hunden sowie zur Mensch-Hund-Beziehung. Lesen
  4. Kendal Shepherds Canine Ladder of Aggression. Ein Modell, um eskalierende Kommunikations- und Konfliktsignale bei Hunden zu erkennen. Lesen
  5. Barbara Handelmans Canine Behavior: A Photo Illustrated Handbook. Ein ausführliches fotografisches Nachschlagewerk zu Verhalten und Kommunikation von Hunden. Lesen
  6. Ádám Miklósis Dog Behaviour, Evolution, and Cognition. Eine umfassende wissenschaftliche Synthese zu Verhalten, Kognition und Evolution von Hunden. Lesen
Die kleinen Momente sind alles

Komm wieder
und hör zu.

Alltägliche Momente, gefilmt zu Hause, auf dem Feld und auf dem Hof. Folge uns für mehr: @fauna.vera.

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